Faltblatt über Misteln

Auf Anregung des Obst- und Gartenbauvereins Ober-Widdersheim gibt die Stadt Nidda ein neues Faltblatt heraus, welches das Thema Misteln und den Schutz der Obstbäume behandelt

 

Es richtet sich in erster Linie an Obstbaumbesitzer und Pächter, aber auch an alle an der Natur interessierten Bürgerinnen und Bürger. In Niddaer Stadtteilen in denen viele Misteln zu finden sind, werden diese Faltblätter in Kürze verteilt. Bei Interesse ist das Faltblatt beim Obst- und Gartenbauverein Ober-Widdersheim und ab Anfang Januar auch im Rathaus Nidda erhältlich.

An Vereine, die sich für die Erhaltung von Streuobst einsetzen, werden auch größere Stückzahlen dieses Faltblattes abgegeben. So können Vereine das Faltblatt auch selbst weiter verbreiten. Das Faltblatt steht auch auf den Homepages www.nidda.de und www.obst-und-gartenbauverein.de zum Download bereit.

Bürgermeister Hans-Peter Seum begrüßt solche ehrenamtlichen Aktivitäten nachdrücklich: „Ohne solches Engagement, das wir in vielen Stadtteilen haben, gäbe es einige Streuobstflächen heute bereits nicht mehr. Das unterstützen wir gerne.“

Misteln waren in der Vergangenheit je nach Region durchaus selten. In Wetterau und Vogelsberg konnten sie sich in den letzten Jahren an manchen Orten allerdings enorm vermehren. Teilweise ist der Mistelbefall so stark, dass er eine Bedrohung der Obstbaumbestände darstellt.

Misteln sind Halbschmarotzer, die ihren Wirtsbäumen Wasser entziehen. Diese Lebensstrategie ist interessant, die immergrüne Pflanze wurde auch schon immer als etwas Besonderes angesehen. Manch einer freut sich deshalb beim Anblick eines schönen runden Mistelstrauchs in einem Baum, zumal wenn er an den Brauch denkt, die immergrünen Mistelzweige über die Tür zu hängen. Aber wenn man bei einem Baum mit großen Misteln genauer hinsieht, kann man im gleichen Baum oft schon viele junge Misteln entdecken.

Diese wachsen in den nächsten Jahren ebenfalls zu großen Mistelsträuchern heran. Gemeinsam entziehen sie dem Baum immer mehr Wasser und oft zeigen die Bäume dann erste Schädigungen. Äste und ganze Kronenteile werden dürr und ohne intensive Maßnahmen ist ein solcher Baum nicht mehr zu retten. Wiederholtes Ausschneiden befallener Äste wird nun nötig und von den befallenen Bäumen greift der Befall auch auf Nachbarbäume über.

So weit sollte man es nicht kommen lassen. Eine regelmäßige Pflege der Obstbäume erhält nicht nur die Vitalität der Bäume, sondern verhindert auch eine zu starke Vermehrung der Misteln. Die Mistel steht nämlich nicht unter besonderem Schutz, sondern darf aus den Bäumen entfernt werden. Lediglich eine gewerbsmäßige Ernte und Verkauf von Misteln ist genehmigungspflichtig. Das gilt aber auch für eine gewerbsmäßige Nutzung aller anderen Wildpflanzen und -tiere.

Der Obst-und Gartenbauverein hat in den letzten Jahren bei vielen der von ihm gepachteten Obstbäume die Misteln herausgeschnitten. Es ist aber zu beobachten, dass sich bei vielen anderen Obstbäumen niemand mehr um die Pflege der Bäume kümmert und der Mistel-Befall immer stärker wird. „Wir möchten auf die Problematik hinweisen und dazu anregen, sich hier zu engagieren“ sagt Burkhard Grünbein, der Vorsitzender des Vereins.

Für Fragen zum Obstbaumschnitt und zu einer wirksamen Bekämpfung der Mistel stehen Mitglieder des Vereins gern zur Verfügung. Ansprechpartner ist Burkhard Grünbein (Tel. 06043/7215, b.gruenbein(at)ogv-ober-widdersheim.de).

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