Plan Schillerstraße

Lebendige Zentren - ISEK - Schillerstraße

Projekte und Maßnahmen

Das ISEK bildet die Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für die Umsetzungsphase des Förderprogramms in den kommenden Jahren. Eine Übersicht über alle Projekte bekommen Sie in der Maßnahmenliste zum ISEK Nidda sowie in der interaktiven Karte in der Auswahl der einzelnen Markierungen:

01 Erarbeitung eines Konzeptes für die Herstellung von Barrierefreiheit 

Die barrierefreie Gestaltung der Stadt Nidda soll weit über das Herstellen von barrierefreiem öffentlichem Raum hinaus reichen. Ein Gesamtkonzept soll neben Zielen und Maßnahmenvorschlägen zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlich zugänglichen Gebäuden auch Aussagen zur barrierefreien Nutzbarkeit von Verwaltungsangeboten und sonstiger öffentlicher Angebote, zur Herstellung von Barrierefreiheit beinhalten.

 Maßnahme wurde Umgesetzt


02 Barrierefreier Rad- und Fußweg entlang der Nidda mit Anbindung der Radfernwege an die Innenstadt und Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer

Innerhalb der Kernstadt fehlt eine durchgängige, gebietsübergreifende und attraktive Fuß- und Radwegeführung. Die beiden Radfernwege sind nicht an das Zentrum angeschlossen, außerdem gibt es keine geeigneten Infrastruktureinrichtungen für Radfahrer. Die Fußwege besitzen eine mangelhafte Wahrnehmbarkeit. Sie sind innerhalb des Fördergebietes entlang der Nidda nicht durchgängig und überwiegend auch nicht barrierefrei.

Ziele sind: Erhöhung der Attraktivität für den Fahrradtourismus durch Verbesserung des vorhandenen Wegenetzes innerhalb der Kernstadt; Verbesserung der Infrastruktureinrichtungen für Radfahrer; Steigerung der Qualität der fußläufigen Verbindungen im Stadtgebiet, Schaffung von Barrierefreiheit und Erhöhung der Wahrnehmbarkeit der Wege.

 Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34


03 Herstellen der Barrierefreiheit zwischen Beunde- und Schillerstraße

Die fußläufige Erreichbarkeit in diesem Bereich erfolgt aufgrund der ansteigenden Topografie über einen schmalen und steilen Weg, der an der Beundestraße in eine Treppenanlage übergeht. Eine Barrierefreiheit ist in diesem Bereich nicht gegeben. Um allen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen, ist eine barrierefreie Gestaltung des Umfeldes des Seniorenzentrums unabdingbar. Für die mobilitätseingeschränkten Menschen sind daher Rampen, Aufzüge oder sonstige technische Hilfen anzuordnen, aufgrund der Schmalheit des Weges und der zur Verfügung stehenden Fläche erscheint das Finden einer Lösung hier jedoch äußert ambitioniert. Zu prüfen ist daher auch, ob ggf. durch Hinzunahme und Erwerb von angrenzenden Grundstücken Möglichkeiten geschaffen werden können.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2023 - 2024


04 Herstellung von barrierefreien Querungshilfen in der Schillerstraße

Die Schillerstraße ist geprägt von Nutzung mit Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben beidseits der Verkehrsfläche und weist dementsprechend einen hohen Querungsbedarf auf. Die fehlende Verknüpfung der beiden Seiten führt durch die Trennwirkung zu einer verminderten Attraktivität der Einkaufszone.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2024 - 2025


05 Herstellen der Barrierefreiheit der Bushaltestelle Schillerstraße

Die Anbindung des vorgeschlagenen Fördergebietes an den öffentlichen Personennahverkehr ist durch die Bushaltestelle „Schillerstraße“ im Bereich des neuerrichteten Seniorenzentrums gegeben. Die vorhandene Bushaltestelle gilt es im Rahmen der Aktiven Kernbereiche barrierefrei auszubauen und adäquate Wartebereiche zu schaffen.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2024 - 2025


06 Barrierefreier Ausbau Jahnweg

Mit dem Jahnweg besteht eine wichtige Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer vom Versorgungsbereich der Schillerstraße zur Nidda und weiter über den Steg zu Bürgerhaus, Stadtbad und Gymnasium. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands sowie der fehlenden Gestaltung und Begrünung ist der Jahnweg derzeit nicht besonders attraktiv.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2024

 

07 Barrierearmer Ausbau Fußweg zwischen Bahnhof- und Beundestraße

Die fußläufige Erreichbarkeit in diesem Bereich erfolgt aufgrund der ansteigenden Topografie über einen schmalen und steilen Weg, der an der Beundestraße in eine Treppenanlage übergeht. Eine Barrierefreiheit ist in diesem Bereich nicht gegeben. Schwierigkeiten zeigen sich vor allem in Hinblick auf die Fußwegeverbindung von dem weiter nördlich liegenden und von der Beundestraße aus erschlossenen Seniorenzentrum hin zum Versorgungsbereich der Stadt. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands sowie der fehlenden Gestaltung und Begrünung ist der Weg derzeit nicht besonders attraktiv.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2028 - 2029


08 Barrierefreier Ausbau der Gerbergasse

Mit dem Fuß- und Radweg in der Verlängerung der Gerbergasse besteht eine Wege-verbindung für Fußgänger und Radfahrer vom Versorgungsbereich der Neuen Straße über die Gerbergasse zur Nidda und weiter über den Steg zum hessischen Radfernweg R4.Aufgrund des schlechten baulichen Zustands sowie der mangelhaften Gestaltung und fehlenden Begrünung ist der Fuß- und Radweg in Verlängerung der Gerbergasse derzeit nicht besonders attraktiv. Hinzu kommt, dass der Rad- und Fußweg wegen des permanenten Zuparkens durch unzulässig abgestellte Verkehrsmittel nicht als solcher wahrgenommen wird.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2027


09 Einrichtung von Mitfahrbänken

Das vorhandene ÖPNV-Angebot ist insbesondere für Jugendliche, Senioren und sonstige nicht-motorisierten Personen nicht immer ausreichend. In den Beteiligungsprozessen wurde daher neben einem „Innenstadtbus“ das Einrichten einer „Mitfahrbank“ als Ergänzung zum ÖPNV vorgeschlagen, wie sie bereits in zahlreichen Gemeinden vorhanden ist. Konzept ist es, dass sich die Einwohner auf eine gekennzeichnete Bank setzen und darauf warten, von einem Autofahrer mitgenommen zu werden. Über umklappbare Schilder kann für die Vorbeifahrenden anzeigt werden, wo es hingehen soll. Standorte für Mitfahrbänke sind Plätze, an denen sich Fahrer und Mitfahrer gut sehen können.

 Maßnahme geplant für 2026 - 2027


10 Erstellung eines Verkehrs- und Parkraumkonzeptes

Der Straßenraum ist im Bereich der Ortsdurchfahrt rein verkehrlich und durch ein hohes Verkehrsaufkommen geprägt, was zu einer starken Funktionseinschränkung dieses innerörtlichen Versorgungsbereiches führt. Zudem nimmt der ruhende Verkehr im öffentlichen Straßenraum viel Platz ein. Entlang der Schillerstraße fehlt es an Möglichkeiten für Kurzzeitparkplätze zugunsten der ansässigen Ladengeschäfte, so dass im zentralen Versorgungsbereich ein Bedarf an Kurzzeit- und Anwohnerparkplätzen besteht. Wohnungsnahe private Stellplätze befinden sich hauptsächlich in „verbauten“ und versiegelten Hinterhöfen. Sie stehen damit in Konkurrenz zu einer Nutzung der Hinterhöfe als private Freiflächen mit Aufenthaltsqualität.

 Maßnahme wurde Umgesetzt


11 Einrichtung eines Leerstands- und Flächenmanagements

Zur Sicherung der Funktionsfähigkeit des Gebietes ist es notwendig, leerstehende Gebäude und brachliegende Grundstücke kurz- bis mittelfristig einer neuen Nutzung zuzuführen. Hierzu gehört die Schaffung innovativen, zeitgemäßen Wohnens ebenso wie die Gebäuderevitalisierung durch die Einrichtung möglicher Zwischennutzungen. Auch aus der Umsetzung weiterer Einzelmaßnahmen, die aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept hervorgehen, resultiert weiterer räumlicher Bedarf.

 Maßnahme aktuell zurückgestellt

 

12 Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes

Der Einzelhandel in Nidda ist ebenfalls dem allgemeinen strukturellen Wandel ausgesetzt. Durch weiteren Rückgang der Vielfalt der Einzelhandelssortimente und durch den zunehmenden Leerstand von Ladenlokalen ist folglich eine Verstärkung des schon festzustellenden Trading-Down-Effekts im Kernbereich zu erwarten. Eine rückläufige Einzelhandelsentwicklung führt jedoch zu einer Verödung des zentralen Stadtbereiches mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtstadt.

 Maßnahme wurde Umgesetzt

 

13 Einrichtung eines Verfügungsfonds

Eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung kleiner Einzelmaßnahmen kann der Verfügungsfonds gewähren. Voraussetzung ist, dass die Projekte dem Allgemeinwohl dienen, einen über-schaubaren Umsetzungszeitraum haben und im Fördergebiet „Aktive Kernbereiche Nidda – städtebauliches Entwicklungsgebiet Schillerstraße“ liegen. Der Verfügungsfonds speist sich sowohl aus Mitteln des Förderprograms „Aktive Kern-bereiche“ als auch von Wirtschaft, Immobilien- und Standortgemeinschaften, Privaten und zusätzlichen Mitteln der Kommune. Eine Förderung kann bis zu maximal 50 % der förder-fähigen Projektkosten erfolgen.

 Maßnahme aktuell zurückgestellt

 

14 Gestalterische Aufwertung der Schillerstraße, Neuen Straße und Bahnhofstraße

Eine Sanierung wurde aufgrund der zahlreichen Fahrbahnschäden und schadhaften Asphaltschichten erforderlich. Doch nach wie vor bleibt der Straßenraum der als Bundesstraße eingestuften Schillerstraße (B 457) rein verkehrstechnisch geprägt und verfügt über keinerlei Aufenthalts- und Verweil-qualität. Eine qualitative Straßenraumbepflanzung oder Möblierung fehlt völlig. Trotz der enormen gestalterischen Defizite ist die Schillerstraße zusammen mit der Neuen Straße und der Verlängerung der Bahnhofstraße der zentrale Versorgungsbereich der Stadt Nidda. Da es in der Schillerstraße gerade im Nachtzeitraum zu teilweise erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen kommt, ist der Einsatz geschwindigkeitsreduzierender Maßnahmen zu überprüfen.

 Maßnahme geplant für 2024 - 2026


15, 17, 30, 32 Konsolidierung der Anreizprogramme gemäß Richtline zu einem Anreizprogramm

Zur Wiederbelebung des Zentrums als zentraler Wohn- und Arbeitsstandort sowie als Zentrum für ein gastronomisches, kulturelles und auch touristisches Angebot der Stadt Nidda sind daher umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Sanierung der Bausubstanz erforderlich. Es besteht ein hoher Erneuerungsbedarf, um zukunftsfähigen Anpassungen an zeitgemäße Wohnstandards gerecht zu werden. Maßnahmen sind sowohl erforderlich, um leerstehende Gebäude, Gewerbeeinheiten und Wohnungen durch bauliche Anpassungen für eine Nachnutzung attraktiv zu gestalten als auch zur Attraktivitätssteigerung und Sicherung vorhandenen Nutzungen. Mit dem Anreizprogramm soll Hauseigentümern die Möglichkeit geboten werden, entsprechende bauliche Maßnahmen niederschwellig umzusetzen.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung

 

16 Erstellen einer Gestaltungsfibel

Auf Grund mangelnder gestalterischer Vorgaben zum Thema Sanierung, Umbau oder Neubau, kommt es teilweise zu einer Verunstaltung des Ortsbildes. Durch die Erstellung einer Gestaltungsfibel mit Empfehlungen für die Fassadengestaltung sollen private Bauherrn Planungshilfen sowie Handlungsempfehlungen für eine ortstypische Bauweise in Nidda aufgezeigt bekommen mit dem Ziel, ästhetische Verbesserungen zu erzielen und das gewachsene Ortsbild beizubehalten und zu sanieren.

 Maßnahme wurde Umgesetzt 

 

18 Entwicklung eines Wohn- und Versorgungsstandortes zwischen Schillerstraße und Krötenburgstraße

Das Areal zwischen dem ehemaligen, an der Schillerstraße gelegenen Postgebäude und der Krötenburgstraße ist durch funktionale und bauliche Missstände (Gebäudeleerstand und Brachflächen, schlechte Bausubstanz) geprägt. Bedingt durch seine Lage im unmittelbaren Versorgungsbereich der Stadt ist die Fläche für eine weitere, gewerbegebietstypische Nutzung eher ungeeignet, vielmehr stellt sie eine Potentialfläche zur Ansiedlung einer Nahversorgungsnutzung sowie zur Herstellung zeitgemäßen innerstädtischen Wohnraums dar. Das Areal wurde im November 2019 von einem privaten Investor erworben. Seitens des Investors ist die Herstellung von innerstädtischem Wohnraum und die Sanierung des Kulturdenkmals geplant.

 Maßnahme aktuell nicht umsetzbar


19 Leuchtturmprojekt 3: Städtebauliche Aufwertung und Modernisierung des Wohnquartiers zwischen Schillerstraße und Mühlstraße

Das Quartier zwischen der Mühlstraße, der Schillerstraße und der Neuen Straße weist bauliche und funktionale Mängel auf (Gebäudeleerstände den Straßenräumen, Mängel in der Bausubstanz, hoher Versiegelungsgrad der Hof- und Freiflächen). Gleichzeitig bietet das Quartier durch seine unmittelbare Lage am Versorgungsbereich der Stadt Nidda, am Eingangsbereich zur Altstadt sowie an den Uferbereichen der Nidda ein hohes Potential für einen attraktiven innerstädtischen Wohnstandort.

 Maßnahme aktuell nicht umsetzbar


20 Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz und Herstellen von Barrierefreiheit

Die Anlage prägt wesentlich die westliche Stadtansicht der historischen Stadt Nidda. Die alte Brücke verbindet über die Mühlstraße den Versorgungsbereich der Schillerstraße mit dem Marktplatz und stellt daher einen wichtigen Bestandteil der innerörtlichen Wege-verbindungen dar. Die Brücke und der östliche Abschnitt der Mühlstraße sind als Fußgänger-zone ausgewiesen. Sowohl die historische Brücke als auch das Mühlrad müssen zur nachhaltigen Sicherung und Erhaltung saniert werden.

 Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10

 

21 Sanierung der historischen Brücke incl. Mühlrad Am Wehr

Die Anlage prägt wesentlich die westliche Stadtansicht der historischen Stadt Nidda. Die alte Brücke verbindet über die Mühlstraße den Versorgungsbereich der Schillerstraße mit dem Marktplatz und stellt daher einen wichtigen Bestandteil der innerörtlichen Wege-verbindungen dar. Die Brücke und der östliche Abschnitt der Mühlstraße sind als Fußgänger-zone ausgewiesen. Sowohl die historische Brücke als auch das Mühlrad müssen zur nachhaltigen Sicherung und Erhaltung saniert werden.

 Maßnahme geplant für 2027 - 2029

 

22 Neugestaltung Platz Am Wehr / Mühlstraße

Der Platzbereich weist an der Mühlstraße derzeit einen ungestalteten Straßenraum auf und ist durch ein hohes Aufkommen von ruhendem Verkehr aufgrund der vorhandenen Stellplätze geprägt. Er verfügt daher trotz der direkten Lage am Fluss mit Blick auf den historischen Stadteingang und die ortsbildprägende Kastanie über keinerlei Aufenthaltsqualität und Atmosphäre. Während die Mühlstraße im westlichen Teil altstadtgerecht ausgebaut und gestaltet ist, ist sie im westlichen Teil rein verkehrlich geprägt. Sowohl der Platz Am Wehr als auch die Mühlstraße westlich der Brücke sind stark sanierungsbedürftig.

 Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34

 

23 Neugestaltung Straße Am Wehr incl. Fuß- und Radweg

• Funktionale und gestalterische Aufwertung der rein verkehrlich geprägten Fläche insbesondere unter Berücksichtigung der Belange von Fußgängern und Radfahrern
• Bessere Verknüpfung der Verkehrsfläche mit den Freiflächenbereichen des Niddaufers

• Neuordnung der Verkehrsflächen für den fließenden und ruhenden Verkehr

• Erhöhung der Attraktivität und Verkehrssicherheit 

• Ausreichende und angenehme Ausleuchtung

• Verbesserung des Hochwasserschutzes

 Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34


24 Errichtung einer Landschaftsbrücke über die Nidda in Verlängerung des Jahnwegs

Die Steganlage weist bauliche Mängel auf und hat erheblichen Sanierungsbedarf. Im Zusammenhang mit den Einzelmaßnahmen 27, 34, 6 sowie 18 kommt der Verbindung zukünftig eine große Bedeutung zu. Aus diesem Grunde soll der Steg nicht in der bestehenden Form erneuert, sondern durch eine breite Landschaftsbrücke mit Begrünung und Aufenthaltsmöglichkeiten über dem Gewässer ersetzt werden.

Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34


25 Barrierefreie Umgestaltung der Beundestraße

Die Beundestraße ist die süd-westliche Stadtrandstraße von Nidda. Sie weist sowohl bauliche als auch funktionale Mängel auf und verfügt über keinerlei Begrünung im öffentlichen Raum. Die fehlende Barrierefreiheit stellt insbesondere im Zusammenhang mit dem über die Beundestraße erschlossenen Seniorenwohnheim einen erheblichen Mangel dar, den es zu beseitigen gilt. Die Straße verfügt daher aktuell über keine adäquate Aufenthaltsqualität und kann ihrer Funktion im stadträumlichen Gefüge nicht gerecht werden.

  Umsetzung auf Basis d. umgesetzten Einzelmaßnahmen 01 + 10, geplant 2028


26 Schaffung von Kleinsterholungsinseln

Insgesamt fehlen im gesamten Fördergebiet Grünstrukturen im öffentlichen Raum sowie Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten, insbesondere auch für ältere Menschen. Diesbezüglich ist die Herstellung kleinräumiger Grünstrukturen zur Verbesserung des Mikroklimas (Verschattung, Verdunstung) anzustreben. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum soll durch die Bereitstellung von Ruhemöglichkeiten gesteigert werden, insbesondere auch im Umfeld des Seniorenwohnheims. Durch Ausleihen von mobilen Anlagen können die Aufstellorte der Kleinsterholungsinseln im Vorfeld getestet werden.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung


27 Einbezug des Gewässers der Nidda in das Stadtbild als identitätsstiftendes Freiraumelement…

Der Uferbereich der Nidda stellt entlang der Straße Am Wehr das zentrale Freiraumelement des innerörtlichen Siedlungsbereiches dar. Die Uferzone entlang des Gewässers bietet dabei das Potential für eine innerstädtische Erholungszone, die in ihrem jetzigen Zustand allerdings weder funktional noch gestalterisch diesen Bedürfnissen gerecht wird. Insbesondere der Bereich unmittelbar am Wehr, aber auch die weiteren, entlang der Straße gelegenen Randflächen könnten zu Gunsten einer innerstädtischen Attraktivierung zu Bereichen mit einer hohen Verweilqualität umgestaltet werden. Ein städtebauliche Wettbewerb soll über die reine Freiraumplanung der Gewässer- und Uferfläche auch die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten der direkt angrenzenden Siedlungsflächen mit betrachten.

 Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34


28 Ausbau der Elektromobilität einschließlich der erforderlichen Infrastruktur

Im Fördergebiet selbst besteht aktuell jedoch noch keine Möglichkeit zur Nutzung von E-Mobilität. Öffentliche Ladestationen für E-Bikes sind bislang ebenfalls nicht vorhanden. Zur Förderung der verstärkten Nutzung von E-Mobilität gilt es daher, im Gebiet verschiedene Angebote für diese Fahrzeuge anzubieten. Im Rahmen der Umsetzung sollen weitere Standorte geprüft werden, um eine breitere Abdeckung zu gewährleisten.

Maßnahme aktuell nicht umsetzbar


29 Erstellung einer ökologischen Baufibel

Für die privaten Eigentümer der Immobilien gibt es in der Stadt Bad Orb bislang keinen Leitfaden, welcher Empfehlungen und Planungshilfen zum Thema ökologisches Bauen an die Hand gibt. Daher gilt es für Sanierungs- und Neubaumaßnahmen den Eigentümern einen Handlungsleitfaden zur Verfügung zu stellen, in dem Empfehlungen und Planungshilfen für eine ökologische und klimaorientierte Bauweise aufgezeigt werden. Die in der ökologischen Baufibel behandelten Themen sollen daher von planungsrelevanten Belangen wie Gebäudetypen über die Verwendung von Baustoffen und effizienter Haustechnik, die Gestaltung von Außenanlagen bis hin zum Aufzeigen von Fördermöglichkeiten inklusive zusätzlicher Optionen im Stadtumbaugebiet reichen.

 Maßnahme wurde Umgesetzt


31 Einrichtung von Pflanzbeeten im Straßenraum mit Pflanzpatenschaften der Anwohner

Ein Teil der in verschiedenen Maßnahmen beschriebenen Pflanzbereiche/-beete sollen mit Einbeziehung der Anwohner errichtet werden. Die Anwohner dürfen die Beete mit geringfügigen Vorgaben eigenständig bepflanzen. Dies führt zum einen zu einer bunten Mischung der Beete und einem urbanen Lebensgefühl. Zum anderen ist auf diese Weise die soziale Kontrolle geben, die Beete nicht verwahrlosen zu lassen und auch auf Vandalismus in allen Formen gegenseitig zu achten. Durch die Einbindung der Anwohner in Form von Patenschaften können die Kosten der Stadt für Herstellung und Unterhaltung stark reduziert werden. In den veranschlagten Kosten sind Anteile für die erstmalige Aktivierung sowie für Planungs- und Beratungsleistungen enthalten.

 Maßnahme geplant für 2023 - 2024


33 Aufwertung Johanniterpark

Die Parkanlage verfügt über Wiesenflächen und Wegestrukturen, die durch den Park leiten. Darüber hinaus fehlt es allerdings an einer weiteren Gestaltung der Parkanlage, die eine Verweil- und Aufenthaltsqualität bietet. Zudem kann der Verlauf der Nidda im Johanniterpark aufgrund der vorhandenen Vegetationsstrukturen nicht wahrgenommen werden. Insgesamt fehlt es an Aufenthaltsqualität am Niddaufer sowie an Zugangsmöglichkeiten zum Wasser. Im Zusammenhang mit der Aufwertung des Johanniterparks ist die Maßnahme 44 zu sehen, die erheblich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und damit zur Belebung im Park beitragen soll.

 Maßnahme geplant für 2025 - 2026


34 Innenstadtwettbewerb: "Nidda - Stadt am Fluss - Erschließung der Potentiale“

Durch die Initiierung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs sollen die Entwicklungsmöglichkeiten der Potentiale der Stadt Nidda in der Zusammenschau betrachtet und eine ganzheitliche Lösung für die zahlreichen Einzelprojekte entwickelt werden. Dabei sind Lösungen zu erarbeiten für den Einbezug der Gewässerflächen der Nidda in das Stadtbild als identitätsstiftendes Freiraumelement sowie die Stärkung und Aufwertung des Naherholungsbereichs entlang der Nidda. Beinhaltet ist auch die städtebauliche Neuordnung der angrenzenden Gebiete mit städtebaulichen Mängeln und Missständen.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung


35 Entwicklung der Gewerbefläche nord-östlich der Krötenburgstraße als Fläche für gemischte Nutzungen / Wohnnutzung

Das am Rande des Fördergebiets liegende Industriegebiet stellt in seiner unmittelbaren Lage zu den angrenzenden Wohngebieten einen wesentlichen städtebaulichen Missstand i. S. d. BauGB dar. Zwischen den Gewerbeflächen und den angrenzenden Wohnnutzungen besteht ein deutlicher Nutzungskonflikt, den es zu beseitigen gilt. Im Hinblick auf die städtebauliche Entwicklung des zentral gelegenen Gebietes ist generell eine Flächenneuordnung zugunsten einer Schaffung von Wohnraum anzustreben.

 Maßnahme aktuell zurückgestellt


36 Errichtung eines Wasserspielplatzes an der Nidda

Stärke des Fördergebietes der aktiven Kernbereiche ist die Lage an der Nidda mit ihrem großen Potential für eine innerstädtische Erholungszone. Die Zugänglichkeit zum Wasser ist jedoch ebenso wie ein stadtgestalterisch angemessener Einbezug des Gewässers in den Straßenraum und das Stadtbild nicht vorhanden. Das Element Wasser als Teil des gemeindlichen Facettenreichtums spielt an dieser Stelle keine nennenswerte Rolle. Das Areal im Umfeld der Brücke am Langen Steg besitzt daher mit dem Element Wasser ein weiteres Potential, welches aktuell nicht in vollem Ausmaß genutzt wird.

 Ist Gegenstand des Innenstadtwettbewerbs, siehe Maßnahme 34


37 Ausschilderung eines innerörtlichen kommunalen Lehrpfads zum Fluss Nidda

Der „Wassererlebnisweg in der Stadt am Fluss“ informiert über die im Bereich der Nidda vorhandenen Arten von Fischen, Säugetieren oder Pflanzen. Mehrere Teilabschnitte des Wassererlebniswegs konnten bereits mit Mitteln des Integrierten Regionalen Entwicklungskonzepts für die Region Oberhessen (IREK) umgesetzt werden. Der Wasserlehrpfad soll nun in weiteren Abschnitten entlang des Nidda-Radweges im Stadtbereich Nidda ausgebaut werden. Der Erlebnisweg besteht aus Einzelmaßnahmen bzw. Teilabschnitten und ist in sechs Stationen aufgeteilt. Er bietet Informationen über Geschichte, Natur- und Artenschutz.

 Maßnahme geplant für 2026


38 Initiierung eines zentralen Ärztehauses

Im Beteiligungsprozess des ISEK wurde das Ziel einer besseren ärztlichen Versorgung in Nidda und damit einhergehend die Initiierung eines zentralen Ärztehauses formuliert. Hierzu ist ein Gesamtkonzept für die medizinische Versorgung in der Stad Nidda zu entwickeln und unterschiedliche Modelle gegeneinander abzuwägen. Darauf basierend sind unterschiedliche Standorte für ein Ärztehaus zu prüfen. Kriterien sind neben städtebaulichen Aspekten wie z. B. Verkehrsanbindung, optimale Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten auch Infrastruktureinrichtungen und Anbindung an verschiedene Kooperationspartner wie Apotheke, Optiker, Sanitätshaus etc. . In die Überlegungen der Standortprüfung mit einzubeziehen ist auch die Chance, die ein Ärztehaus als Frequenzbringer zur Belebung des Stadtkerns bietet.

 Maßnahme aktuell nicht umsetzbar


39 Initiierung eines Mehrgenerationenhauses und von Mehrgenerationenwohnen

Die demografische Entwicklung und die Veränderungen der Familienstrukturen ziehen auch den Bedarf für veränderte und innovative Wohnformen nach sich. Hier sind insbesondere die Möglichkeiten für Mehrgenerationenwohnen zu nennen, aber auch die Bereitstellung von Mehrgenerationenhäusern in Form von Begegnungsorten, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt werden kann. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Flächenpotentiale für diese Nutzungen sind in Nidda im Bereich zwischen Neuer Straße, Schillerstraße und Mühlstraße vorhanden.

 Maßnahme aktuell zurückgestellt


40 Sanierung Jugendzentrum Schillerstraße 42

Die Räumlichkeiten der Obergeschosse sind aufgrund von erheblichen Brandschutzmängeln - insbesondere im Hinblick auf die Rettungswege - baupolizeilich geschlossen worden, nur das Erdgeschoss darf momentan noch weiter genutzt werden. Bei dem Anwesen handelt es sich um ein Einzelkulturdenkmal. Der für Nidda seltene, klassizistische Villen- oder Verwaltungsbau aus der Zeit um 1820 ist neben seiner kunstgeschichtlichen Bedeutung durch seine Lage als beherrschender Blickpunkt im Aufeinandertreffen von Schillerstraße und Hindenburgstraße, auch städtebaulich äußerst wichtig. Für das Gebäude ist eine Generalsanierung erforderlich. Die vor der Schließung vorhandene Nutzung mit dem entsprechenden Raumprogramm soll im Wesentlichen wiederhergestellt werden.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung 


41 Modernisierung und Instandsetzung von privaten Anwesen

Die Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen soll neben der baulichen Veränderung den Anwohnern und Gewerbetreibenden im Untersuchungsgebiet den Anreiz schaffen, aktiv an der Stadtentwicklung beizutragen, geförderte Maßnahmen mit Vorbildwirkung sollen die Attraktivität der persönlichen Mitwirkungsbereitschaft stärken und eine hohe öffentliche Akzeptanz der Stadtumbaumaßnahme bewirken.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung


42 Revitalisierung und Weiternutzung des ehemaligen Gymnasiums Hindenburgstraße 2

Das denkmalgeschützte Schulgebäude aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts steht derzeit leer. Das Gebäude weist bauliche Mängel und einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Das Gebäude bietet gute Möglichkeiten der Umnutzung zur Herstellung adäquater Wohnformen im denkmalgeschützten Bestand.

 Maßnahme wurde Umgesetzt


43 Revitalisierung des ehemaligen Kinos, Bahnhofstraße 7

Der große Saal, aber auch der Hohlkeller bieten das Potential einer Wiedernutzbarmachung zu kulturellen Zwecken. Die Begegnungsstätte soll dabei örtlichen und regionalen Kulturschaffenden Möglichkeiten für Veranstaltungen bieten. Die Einrichtung einer Kulturstätte im Kernbereich von Nidda stellt einen wesentlichen Baustein zur Belebung und Aktivierung der Funktionsvielfalt des Aktiven Kernbereichs dar und kann nachhaltig zur Stärkung der Stadt Nidda beitragen.

 Maßnahme befindet sich aktuell in Umsetzung


44 Umnutzung des Trafoturms im Johanniterpark als Café

Die städtebauliche Lage des Umspannwerks am Rande der innerstädtischen Grünanlage und direkt am Wasser, aber auch gleichermaßen in Stadt– und Bahnhofsnähe sowie am überörtlichen Radweg, ist als Standort für eine gastronomische Nutzung zur Belebung des Parks hervorragend geeignet. Verstärkt wird dies durch die Atmosphäre, die das ehemalige Umspannwerk mit seiner Architektur bietet. Eine gastronomische Nutzung des leerstehenden Trafoturmes kann eine Motivation zum Verweilen bieten und damit erheblich zur gewünschten Belebung des Parks beitragen.

 Maßnahme geplant für 2026