Der römische Limes in Nidda

Der Begriff Limes bedeutete ursprünglich "Grenzweg" bzw. "Schneise" und bezeichnet einen von den Römern angelegten Grenzwall an den Reichsgrenzen. In Deutschland ist mit "Limes" der obergermanische und der raetische Limes gemeint. Die beiden Limesabschnitte sind nach den angrenzenden römischen Provinzen Germania Superior (Obergermanien) und Raetia (Rätien) benannt. Der Limes ist gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. errichtet worden.

Im Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes durch die UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und wird somit im gleichen Atemzug wie z.B. die Pyramiden von Gizah genannt.


Der Obergermanische Limes in seiner letzten Ausbauphase um 200 n. Chr.:
Graben, Wall, Postenweg und Steinturm -
Quelle: Michael Slansky - www.taunus-wetterau-limes.de


Die Römer erkannten die Fruchtbarkeit der Wetterau und schlossen den Landstrich in einem Bogen mit ein. Auf einer Karte, die das gesamte Römische Reich zeigt ist somit die Wetterau durch die Ausbuchtung immer gut zu erkennen.

Nicht zu verwechseln mit Nidda ist das römische Nida (heute Frankfurt- Heddernheim). Nida war der Hauptort der Civitas Taunensium, eine Gebiets- körperschaft wie heute z.B. ein  Regierungsbezirk.

Zwischen dem Kastell Inheiden, und dem Kastell Echzell liegt die Horloffaue, die mit 3 Kleinkastellen gesichert war  : Wingertsberg und Massohl in der Gemarkung Hungen/Steinheim und das Kleinkastell Burg in der Gemarkung Nidda/Unter-Widdersheim




Der Wetteraulimes - Grafik-Quelle: mit freundlicher Genehmigung
des Archäologisches Museums in  Frankfurt am Main






Beispiel für ein Kleinkastel



                                                                                       Nach G. Seitz, Landesamt für Denkmalpflege Hessen          

Im Stadtgebiet von Nidda befindet sich im Ortsteil Unter-Widdersheim ein kurzes Stück des Limes. Auf einer Strecke von 1,9 km hat die Stadt Nidda somit Anteil am Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Limes durchzieht das Stadtgebiet von Nidda in der Gemarkung Unter-Widdersheim -
zur Vergrößerung bitte auf die Karte klicken

    WP 4/78 Wachturm 
    WP 4/79 Kleinkastel "Die Burg" 

    Der Platz des Kleinkastells kann besichtigt werden. Sie finden "Die Burg" an der Straße zwischen Grund-Schwalheim und Unter-Widdersheim. An dem kleinen Parkplatz befindet sich eine Tafel in typischem Limes-Design, die weitere Informationen enthält. Ein kurzer Weg führt hinauf auf das Plateau zum vermuteten Kastellplatz. An der vorderen Anhöhe der Burg gibt es eine Aussichtsplattform des Naturschutzes. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Horloffaue und in die Wetterau hinein.




    Das Kleinkastel auf der Burg bei Unter-Widdersheim - Nach den Forschungen der Reichslimes- kommission 1936  







    Luftbild Burg bei Unter-Widderheim - Landesamt für Denkmalpflege, O. Braasch

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    Realisation der Site:
    Irmhild Kaiser, Nidda unter Anleitung von Dr. Stephan Bender, derzeit Limeskoordinator des Landes Baden-Würtemberg, vormals Ersteller des Limesentwicklungsplanes Hessen
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