Zunahme bei Eichen-Prozessionsspinnern

Die Raupen der Eichen-Prozessionsspinner können aufgrund ihrer Brennhaare gesundheitliche Probleme verursachen. Nachdem in diesem Jahr die Menge an Raupen nochmals zugenommen hat, ist von einem längeren Aufenthalt unter Eichen inzwischen allgemein abzuraten

 


An Stämmen und Hauptästen von Eichen findet man Nester der Raupen von Prozessionsspinnern, die aufgrund ihrer Brennhaare gefährlich sind
Bild: Pressestelle der Stadt Nidda

Eichen-Prozessionsspinner sind in unserer Region erst seit wenigen Jahren festzustellen, nachdem der Falter in Hessen längere Zeit als ausgestorben galt. In der Großgemeinde Nidda gab es die ersten Meldungen von Raupen 2016. Sie kommen seitdem aber jedes Jahr in steigender Anzahl an Eichen vor.

Über die Gefahren, die von den Haaren der Raupen ausgehen, wurde bereits vielfach in den Medien berichtet. Ab Mai/Juni fallen die Gespinstnester der Raupen an Stämmen oder an Hauptästen auf. Die älteren Raupenstadien bilden Brennhaare mit Gift aus, die sie schützen sollen. Eigentlich ist diese Form der Abwehr gegen ihre Feinde gerichtet, zum Beispiel Vögel, die normalerweise Raupen fressen würden.

Aber auch Menschen oder Haustiere, die mit den Haaren in Kontakt kommen, können von der Wirkung dieser Haare betroffen sein. Ausschläge und Atemwegsprobleme gehören zu den häufigeren Meldungen. Es kann auch zu allergischen Reaktionen kommen, die ähnlich wie bei Wespenstichen lebensbedrohlich sein können. Bei Weidetieren, die die herabfallenden Haare mit dem Futter aufnehmen, können Entzündungen im Verdauungssystem auftreten. Die Haare können mehrere Jahre überdauern. Alte Nester und Haare stellen deshalb ganzjährig eine Gefahr dar.

Innerorts, wo eine Verkehrssicherungspflicht besteht, werden die Nester an städtischen Bäumen beseitigt. Die Stadtverwaltung vergibt dazu Aufträge an fachkundige Firmen. Es ist davon abzuraten, zu versuchen, die Nester selbst zu beseitigen oder sie auch nur zu berühren, denn in ihnen sind besonders viele Haare zu finden.

Der Aufwand die Nester zu beseitigen ist je nach Größe des Baums enorm hoch und eine vollständige Beseitigung kann bei großen Bäumen nicht sicher gewährleistet werden. Nach dem Befall des Vorjahres wurde in diesem Frühjahr an zwei Stellen im Niddaer Stadtgebiet innerorts ein biologisches Mittel (Bacillus thuringiensis) eingesetzt. Sollte sich dieses bewähren, kann die Behandlung im kommenden Jahr ausgedehnt werden.

Da der Befall in diesem Jahr einen Großteil der Eichen betrifft, ist es nicht mehr möglich, die Nester überall sofort zu entfernen. Die Stadtverwaltung Nidda bitte deshalb die Bevölkerung, sich nicht länger als nötig unter Eichen aufzuhalten. Dies betrifft sowohl innerörtliche als auch außerörtliche Standorte, wo einzelne Eichen in der freien Landschaft stehen oder verbreitet an Waldrändern und in Wäldern vorkommen. Selbst das Aufhängen von Warnschildern ist nicht mehr überall möglich.

Generell sollte man sich von haarigen Raupen fernhalten, da auch die Haare anderer Raupen Ausschläge verursachen können. Bei den sehr auffälligen weißen Gespinsten, die vor allem in den Feinästen von Gebüschen auftreten, handelt es sich allerdings um Raupen verschiedener Arten von Gespinstmotten. Von diesen geht keine Gefahr aus.

Da Eichen-Prozessionsspinner durch warmes Klima begünstigt sind, ist damit zu rechnen, dass sich die Befallsdichte auch in den nächsten Jahren nicht wieder verringert. Wie beim Schutz gegen Wespen oder Zecken sollte sich in Bezug auf den Eichen-Prozessionsspinner allgemein ein Bewusstsein entwickeln, dass sich hier jeder auch selbst um seinen Schutz bemühen muss.

Für Fragen oder Hinweise zu Eichen-Prozessionsspinnern in der Niddaer Großgemeinde wenden Sie sich bitte an die Stadtverwaltung Nidda unter Tel.: 0 60 43-8006-0 oder info(at)nidda.de.

 


 
 
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