100 Wilde Bäche – Der Laisbach ist dabei!

Bäche sind als Fließgewässer wichtige Bestandteile des Ökosystems. Als solche sollen sie in einem „guten Zustand“ sein - oder dahin entwickelt werden

 

Der Zustand eines Gewässers ergibt sich einerseits aus der Qualität des Wassers, das möglichst frei von Schadstoffen sein soll, andererseits aus dem Gewässerbett, das möglich naturnah strukturiert sein sollte, um gewässertypischen Lebensgemeinschaften aus Pflanzen und Tieren Raum zu bieten. Durch die Reinigung des Abwassers hat sich die Wasserqualität der Fließgewässer in den letzten Jahrzehnten gegenüber früher stark verbessert.


Von links Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum, Ranstadts Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Volker Meub von der Stadtverwaltung Ranstadt und Kerstin Bär von der Stadtverwaltung Nidda

Dass trotzdem viele typische Arten der Fließgewässer in vielen Gewässern weiterhin selten sind oder fehlen, zeigt aber, dass die Gewässerstruktur häufig nicht optimal ist. Dies war auch das Ergebnis der Erhebungen im Zusammenhang mit der Wasserrahmenrichtlinie. 

Bei dieser Bestandserfassung wurde für jedes Fließgewässer Maßnahmen definiert, die bis spätestens 2027 durchzuführen sind, um einen guten Zustand des Gewässers zu erreichen. Häufig handelt es sich z.B. um die Herstellung von Uferrandstreifen oder die Beseitigung von Fischwanderhindernissen (meist Sohlabstürze), teilweise sind auch begradigte Gewässerufer naturnah umzugestalten. 

Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie hat die Hessische Landesregierung auch ein Förderprogramm aufgelegt, das die Kommunen bei den notwendigen Maßnahmen finanziell unterstützt. Häufig kam es allerdings wegen Planungsaufwands, der für jedes Gewässer speziell erfolgen muss, noch nicht zur Umsetzung der Maßnahmen – auch weil die Planungen von kleineren Kommunen personell nur schwer zu leisten sind.

Hier setzt nun das hessische Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ an. Am Beispiel von 100 Bächen sollen die fälligen Maßnahmen mit vom Land Hessen beauftragten Gewässerberatern von der Quelle bis zur Mündung geplant und durchgeführt werden. Alle hessischen Kommunen konnten sich mit Bächen dafür bewerben. 

Soweit über die Grenzen der Kommunen hinweg der Wunsch bestand, einen bestimmten Bach aufzunehmen, wurde dies bei der Bewerbung abgefragt und positiv bewertet. Als einer der 100 Bäche wurde der Laisbach ausgewählt, der nach einem quellnahen Bereich bei Hirzenhain-Glashütten durch die Gemarkungen Nidda-Ober-Lais und -Schwickartshausen fließt. 

Unterhalb von Schwickartshausen gehört der Laisbach als Grenzgewässer auf knapp 2 km auch zur Gemarkung Ortenberg-Eckartsborn. Er fließt dann durch Ranstadt-Bobenhausen, -Bellmuth und Ranstadt selbst, um nach etwa 18 km bei Ranstadt-Dauernheim in die Nidda zu münden.

Bei einem Ortstermin sagte Ranstadts Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel: „Ich bin optimistisch, dass der Laisbach mit der externen fachkundigen Unterstützung jetzt bald den guten Zustand erreicht, den er aus ökologischer Sicht bekommen soll.“. Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum ergänzte: „Nachdem der Laisbach als einer von 100 Bächen vorrangig ausgewählt wurde, freue ich mich, dass hier nun auch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wieder ein Stück vorankommt.“


 
 
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