Wetterau und Vogelsberg bekämpfen gemeinsam den drohenden Wassermangel – Verbrauchsgebiete für Vogelsbergwasser müssen jetzt solidarisch handeln

Als Schulterschluss der Region und Unterstützung ihrer Arbeit erachtet die Schutzgemeinschaft Vogelsberg zwei regionalpolitische Entscheidungen der letzten Wochen

 

 „Wir sehen es als ermutigendes Zeichen und Bestätigung unserer bisherigen Tätigkeit, dass der Wetteraukreis Mitglied unseres Vereins geworden ist“ so die Vorsitzende Cécile Hahn. „In Zeiten von galoppierendem Klimawandel und der damit verbundenen Trockenheit im Wald, auf den Feldern und in Biotopen ist es umso wichtiger, dass wir uns verstärkt gegen den Raubbau am Grundwasser durch das Abpumpen nach Rhein-Main wenden und für die Alternativen werben.

Dazu gehört beispielsweise die verstärkte Nutzung von Betriebswasser. Doch das Beharrungsvermögen der Frankfurter Kommunalpolitik und der von ihr beauftragten Unternehmen, Fernwasser zu importieren, ist sehr hoch. Trotz öffentlicher Zusagen von Magistratsmitgliedern ist dort tatsächlich noch kein Schritt zur Schonung der lebensnotwendigen Ressource Wasser gegangen worden.

Dies gilt ebenso für die anderen Kommunen im Verbrauchsgebiet Rhein-Main, die Vogelsberger Wasser erhalten. Durch den Beitritt des Wetteraukreises kann der öffentliche Druck des Naturraums weiter erhöht werden. Wir stehen jetzt direkt vor den Toren Frankfurts“, so die Vorsitzende weiter, „und wir werden uns in nächster Zeit dort um die Ursachenbekämpfung kümmern.“ 

Parallel dazu hat der Vogelsbergkreis, ebenso wie ein wenig später auch der Wetteraukreis, die Wasserentnahme aus Bächen untersagt. „Aufgrund der Trockenheit in den letzten drei Jahren muss der Vogelsbergkreis immer früher im Jahr dazu übergehen, eine Entnahme von Oberflächenwasser vorausschauend zu verbieten.

Dieses Jahr war es bereits im Mai soweit, da die ersten Bäche vom Trockenfallen bedroht sind. Wetterau und Vogelsberg bekämpfen gemeinsam den drohenden Wassermangel – Verbrauchsgebiete für Vogelsbergwasser müssen jetzt solidarisch handeln Seite 2 von 2

Das Entnahmeverbot ist ein Akt der Daseinsvorsorge und gleichzeitig eine deutliche, öffentliche, Aufforderung zum Wassersparen, für das die SGV dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak und dem Vogelsbergkreis dankt“, so der 2. Vorsitzende Sascha Spielberger. 

„Hierdurch wird verdeutlicht, dass durch die immer schlechter werdende Grundwasserneubildung der letzten Jahre zunehmend ein Problem bei den großen Grundwasserentnahmen besteht. Das Verbot ist zudem ein Signal dass die Vogelsberger und Wetterauer Politik und Bevölkerung verantwortungsvoll handeln, um das kostbare Gut Wasser zu schützen. Es ist unabdingbar, dass sich auch die Wasserverbrauchsgebiete dem anschließen“, so abschließend der 2. Vorsitzende.

Schutzgemeinschaft Vogelsberg e.V. - 22.06.2020




 
 
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