Der Steinbruch Michelnau

Natur-, Kultur- und Erdgeschichte entdecken

Das Gestein wurde durch einen Schlackenvulkan gebildet, der vor etwa 15 Mio. Jahren glühende Lavafetzen ausgeworfen hat. Man erkennt heute noch die dabei entstandene Schichtung des Gesteins. Der Michelnauer Stein ist sehr porös und deshalb im Gegensatz zu dem im Vogelsberg weit verbreiteten Basalt gut zu bearbeiten. Ursprünglich wurde er als Backofenstein genutzt.


Wegen seiner schönen roten Farbe fand er dann auch für Haus- und Brückenverkleidungen und für Bildhauerarbeiten Verwendung. Auch als Kulturdenkmal hat der Steinbruch eine große Bedeutung, da die Abbaugeschichte hier gut nachvollziehbar ist.


Nordwand mit gebogenen Schichten, senkrecht und waagrecht verlaufenden Abbauspuren und  natürlichem Bewuchs



Schrämmmaschine im Einsatz


Vulkan

Der Vogelsberg ist ein Vulkangebiet, das vor ca. 13 - 17 Mio. Jahren aktiv war. Und der Steinbruch Michelnau ist eines seiner "Fenster in die Erdgeschichte", da hier der Aufbau eines vulkanischen Schlackenkegels mit seinen Schichten sehr gut nachvollziehbar ist. Im Gestein sind auch vulkanische Bomben und Tuffe erkennbar. Als Geotop hat der Steinbruch nationale Bedeutung.
                                                                              Aktiver Schlackenkegel auf Hawaii

Biotop

Der Steinbruch bietet auch vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die vorhandenen Arten konnten sich zum großen Teil erst durch die menschliche Tätigkeit hier ansiedeln. Die Natur hat sich den Steinbruch inzwischen zurück erobert und dabei sind verschiedene Lebensräume entstanden. Pflege, wie z.B. Entbuschung erhält die Vielfalt der Arten und Lebensräume.


Die Golddistel ist im Herbst am schönsten

 

Denkmal

In Michelnau wurde seit etwa 1860 Gestein abgebaut. Es sind verschiedene Phasen
des historischen Abbaus erhalten. Die noch vorhandenen Abbauspuren und Geräte dokumentieren die Technik und Arbeitsweise bei der Gewinnung des Gesteins, so dass der Steinbruch ein Denkmal der Industriekultur darstellt. Herausragend ist ein Holz-Derrickkran, der 2012 vom Verein restauriert wurde.




Lagebeschreibung

Der Steinbruch Michelnau liegt etwa 200 m nördlich des Dorfes Michelnau und ist von der Strasse "Zum Steinbruch" aus zu Fuß erreichbar.

Durch das Steinbruchgelände führt ein Wanderweg: ein Teilstück der Verlängerung der "Naturtour". Über diesen Weg gelangt man zur Aussichtsplattform. Das Innere des Steinbruchs ist aus Sicherheitsgründen nur mit Führung zugänglich. Das Betreten des Geländes abseits des Wanderweges erfolgt auf eigene Gefahr. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Kontakt

Der Steinbruch wird vom Verein "Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V" betreut. Sofern Sie Interesse an der Unterstützung dieses Vereins haben wenden Sie sich an:

Lothar Noll (Erster Vorsitzenden)
Johannesstrasse 8
63667 Nidda-Michelnau
E-Mail: kontakt(at)steinbruch-michelnau.de
Tel.: 0 60 43/ 400 415
www.steinbruch-michelnau.de

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Wilhelm-Eckhardt-Platz
63667 Nidda
Tel.: 0 60 43/80 06-0
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