Bericht von den Seniorenfahrten der Stadt Nidda

Gemeinsam mit dem AWO-Ortsverein Nidda hatte das städtische Kulturmanagement für den 29. und 30. September 2026 ein geselliges Ausflugsprogramm organisiert – mit gutem Essen, Musik, Begegnungen und einem ungeplanten „Landgang“ im malerischen Weinort am Rhein.
Mit mehreren Bussen ging es an beiden Tagen von Nidda aus nach Assmannshausen zur Anlegestelle des traditionsreichen Schifffahrtsunternehmens Rössler. Dort wartete bereits die barrierefreie MS RheinStar auf die gut gelaunten Gäste aus der Wetterau. Eigentlich war eine Fahrt auf dem Rhein vorgesehen. Doch der historisch niedrige Wasserstand machte ein Ablegen des Schiffes unmöglich. Die MS RheinStar musste am Anleger verbleiben.
Der guten Stimmung an Bord tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Von etwa 11 bis 15 Uhr verbrachten die Seniorinnen und Senioren eine entspannte Zeit auf dem festliegenden Schiff. Bei einem leckeren Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie vielen netten Gesprächen stand vor allem das gesellige Miteinander im Mittelpunkt.

Für beste musikalische Unterhaltung sorgte Sängerin Anita Vidovic, die vielen als Kurmusikerin aus Bad Salzhausen schon bekannt ist. Sie war eigens für den zweitägigen Ausflug engagiert worden und erwies sich mit ihrem abwechslungsreichen Programm als echter Volltreffer. Mit bekannten Melodien, einer professionellen Darbietung und viel Gespür für ihr Publikum schuf sie eine besonders angenehme Atmosphäre an Bord. Am ersten Tag der Fahrt sorgte zusätzlich Markus Karger alias „Frau Kraft“ für humorvolle Unterhaltung an den Tischen.
Gegen 12 Uhr begrüßten Bürgermeister Thorsten Eberhard und Reimund Becker, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Nidda, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die anwesenden Ehrengäste. Unter ihnen befanden sich mehrere Ortsvorsteher und Ehrenbürgermeister Helmut Jung.
Reimund Becker dankte der Stadt Nidda ausdrücklich dafür, dass auch weiterhin Mittel für die Seniorenfahrt bereitgestellt werden. „Eine solche Veranstaltung sei keineswegs selbstverständlich“ betonte er. Gerade für viele ältere Menschen biete der gemeinsame Ausflug eine wertvolle Gelegenheit, aus dem Alltag herauszukommen, Kontakte zu pflegen und schöne Stunden in Gemeinschaft zu verbringen.
Auch Bürgermeister Thorsten Eberhard nahm die unerwartete Änderung des Tagesablaufs mit Humor. „Eine Schifffahrt könne“ so Eberhard, „auch ohne tatsächliche Fahrt sehr schön sein. Entscheidend seien die Begegnungen, der Austausch und das Miteinander“.
Reimund Becker und Thorsten Eberhard dankten dem Organisationsteam aus dem Rathaus und vor allem den engagierten ehrenamtlichen Begleitern.
Das historische Niedrigwasser verhinderte zwar die eigentlich geplante Schifffahrt, brachte aber auch einen unerwarteten positiven Nebeneffekt mit sich: Viele der mobilen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Zeit zwischen Mittagessen und Kuchen am Nachmittag, um den kleinen Weinort Assmannshausen auf eigene Faust zu erkunden. Ein Spaziergang durch die Gassen, entlang des Rheins oder ein kurzer Besuch der örtlichen Gastronomie waren ursprünglich nicht Teil des Programms, wurde von vielen Gästen aber sehr gerne angenommen.

