Stadt Nidda beteiligt sich am KISI-Projekt und stärkt kommunale Integration
Das Projekt ist im Fachgebiet Soziales der Stadtverwaltung angesiedelt und läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September 2028.
KISI wird aus Mitteln des Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent durch die Europäische Union, zu acht Prozent durch die Stadt Nidda und zu zwei Prozent durch das Hessische Ministerium für Arbeit, das das Programm zugleich koordiniert und steuert.
Ziel des Projekts ist es, die systematische und nachhaltige Integration in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung anerkannter Drittstaatsangehöriger beim Ankommen und bei der gesellschaftlichen Teilhabe in der Kommune. Dabei sollen sie gezielt mit bestehenden Bildungs-, Arbeits-, Beratungs- und Freizeitangeboten vernetzt werden.
Seit Anfang Februar 2026 ist Robert Augustin als Integrationsguide der zentrale Ansprechpartner für Fragen rund um Integration in Nidda. Seine Aufgabe besteht darin, individuelle Unterstützungsbedarfe zu ermitteln und geeignete Angebote zu vermitteln. Dies kann beispielsweise die Vermittlung in Bildungs- oder Freizeitangebote, die Unterstützung bei der Orientierung vor Ort oder die Herstellung von Kontakten zu Beratungsstellen und weiteren Akteuren umfassen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Ehrenamtlich Engagierte, die Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte begleiten, sollen bei ihrer Arbeit unterstützt werden – etwa durch Beratung, Vernetzung oder Hilfen bei organisatorischen Fragen wie der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Zugleich sollen neue Freiwillige gewonnen und für ihre Aufgaben qualifiziert werden.
Gemeinsam mit anerkannten Drittstaatsangehörigen, Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung werden bestehende Strukturen und Angebote analysiert sowie Bedarfe ermittelt. Ziel ist es, Integrationsprozesse transparent, bedarfsgerecht und nachhaltig zu gestalten. Regelmäßige Dialogformate sollen den Austausch zwischen allen Beteiligten fördern und Raum für Rückmeldungen sowie gemeinsame Lösungsansätze schaffen.
Darüber hinaus sind Fortbildungsangebote für Mitarbeitende der Stadtverwaltung vorgesehen, insbesondere zu den Themen Interkulturalität, Integration, Migration und Antidiskriminierung. Robert Augustin steht zudem im regelmäßigen Austausch mit den Integrationsguides der weiteren teilnehmenden hessischen Kommunen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie ehrenamtlich Engagierte sind eingeladen, sich in das Projekt einzubringen und die Integrationsarbeit in Nidda mitzugestalten.

