Stadt Nidda beendet Partnerschaft für Thermenneubau in Bad Salzhausen
„Der Magistrat hat diese Entscheidung getroffen, nachdem die im Grundstückskaufvertrag vorgesehenen Voraussetzungen nicht fristgerecht eingetreten waren und sich auch mittelfristig keine tragfähige Lösung abzeichnete, die ohne eine weitere Kostenbeteiligung der Stadt umgesetzt werden könnte.“ Die Stadtverordnetenversammlung hat nun die abschließende Entscheidung in der Hand. Der Vertrag sah unter anderem vor, dass innerhalb von neun Monaten nach der Beurkundung eine Baugenehmigung erteilt wird. Die vertragliche Frist endete am 5. März 2026. Eine Baugenehmigung liegt weiterhin nicht vor.
„Die Stadt Nidda hat das Vorhaben über einen langen Zeitraum konstruktiv begleitet und die notwendigen kommunalen Entscheidungen verantwortungsvoll vorbereitet“, erklärt Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard. „Gleichzeitig sind wir verpflichtet, die vertraglichen Grundlagen einzuhalten und die Interessen der Stadt, ihrer Bürgerinnen und Bürger sowie des Kurstandorts Bad Salzhausen zu wahren.
Nach Ablauf der vereinbarten Frist war eine klare Entscheidung erforderlich.“ Mit dem Rücktritt schafft die Stadt Rechtssicherheit hinsichtlich der betroffenen Grundstücksflächen. Zugleich bleibt die Stadt Nidda dem Ziel verpflichtet, Bad Salzhausen als Gesundheits-, Kur- und Erholungsstandort nachhaltig weiterzuentwickeln.
Dazu werden die bestehenden Angebote und Einrichtungen weiterhin unterstützt und Perspektiven für eine zukunftsfähige Entwicklung des Standorts geprüft. Die Stadt wird die nächsten Schritte im Zusammenhang mit der vertraglichen Abwicklung geordnet und unter Beachtung ihrer rechtlichen Verpflichtungen veranlassen.
Der schon begonnene Rückbau der alten Therme wird nun von der Stadt weiterverfolgt. Bis zur Landesgartenschau im nächsten Jahr wird ein entsprechender Sichtschutz dafür sorgen, dass von der Baustelle so wenig wie möglich zu sehen sein wird.

