Rathaus-Front-Herbst-2022

Nahwärmeausbau in Nidda

Über das Freibadgelände wird künftig die Wärmeleitung in die Kernstadt geführt, um kommunale Gebäude wie u.a. das Rathaus, das Bürgerhaus, die Stadtbibliothek, das Freibad selbst sowie weitere Liegenschaften zuverlässig mit Wärme zu versorgen. Die Pfalzwerke setzen das Projekt in Nidda um und schaffen damit die Grundlage für eine moderne Nahwärmeversorgung in der Kernstadt. 

„Mit dem Ausbau der Nahwärme gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Kommune und machen die Kernstadt langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern“ betont Bürgermeister Thorsten Eberhard. „Die nachhaltige Wärmeversorgung unserer öffentlichen Gebäude ist ein zentraler Baustein unserer kommunalen Energiestrategie. Gleichzeitig eröffnen wir perspektivisch auch privaten Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit, von einer zukunftssicheren und komfortablen Wärmeversorgung zu profitieren.“ 

Die Stadt Nidda verfolgt das Ziel, ihre Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare und effiziente Systeme umzustellen. Der Aufbau eines Nahwärmenetzes in der Kernstadt ist dabei ein wesentliches Infrastrukturprojekt. Es ergänzt bestehende Maßnahmen wie energetische Sanierungen kommunaler Liegenschaften, den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie die Umrüstung der Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik. 

Neue Heizzentrale am Rande des Freibadgeländes

Ausgangspunkt des Nahwärmenetzes ist die neue Heizzentrale, die in zwei Ausbaustufen auf dem Areal des Freibadgeländes entsteht. Sie arbeitet planmäßig mit einem modularen Energiemix aus: 

• einem Biomassekessel (Holzpellets + Lager Holzpellets) – Stufe 1 
• einer stromoptimiert gesteuerten Wärmepumpe – Stufe 2. 

Diese Kombination erhielt im März 2025 eine Förderzusage über 2,5 Millionen Euro aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Mit der Bewilligung der Förderung ist das Vorhaben langfristig gesichert und kann perspektivisch in größerem Umfang umgesetzt werden – für weitere Teile der Kernstadt und private Anlieger. 

„Die Wärmewende in Nidda schreitet voran. Das wird mit dem Baustart nun sicht- und greifbar. Unsere Heizzentrale bildet dabei das Herzstück eines leistungsfähigen, nachhaltigen Nahwärmenetzes, das sowohl kommunale Einrichtungen als auch interessierte Anwohnerinnen und Anwohner versorgen wird“, so Marcel Walther, Fachbereichsleiter Technisches Rathaus. 

„Für uns ist entscheidend, dass Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz Hand in Hand gehen“, ergänzt Bürgermeister Eberhard. Die Stadt wird den weiteren Ausbau eng begleiten und gemeinsam mit den Pfalzwerken prüfen, in welchen Straßenzügen ein wirtschaftlicher Anschluss perspektivisch möglich ist. Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind im weiteren Projektverlauf vorgesehen. 

Nahwärmeanschluss prüfen – Vorteile für Eigentümer 

Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer können jederzeit prüfen, ob ihre Immobilie an das neue Nahwärmenetz anschließbar ist. Weitere Informationen gibt es hier: 

www.pfalzwerke.de/nahwaerme-nidda 

Vorteile eines Anschlusses: 

• Umstieg auf eine wärmewirtschaftliche Lösung
• Keine Anschaffung eines eigenen Heizsystems notwendig
• Erfüllung der Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
• Platzgewinn im Gebäude durch wegfallende Heiztechnik 

Über die Pfalzwerke-Gruppe 

Seit 1912 garantieren die Pfalzwerke eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung in der Pfalz und Saarpfalz. Als wichtige Akteurin der Energiewende investieren die Pfalzwerke in zukunftsweisende Versorgungskonzepte aus Erneuerbare Energien-Anlagen, in robuste Netze und ganzheitliche Energielösungen für die Menschen in der Region und darüber hinaus. Die Pfalzwerke-Gruppe umfasst 44 spezialisierte Unternehmen mit über 1.500 Mitarbeitenden.