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Stadt Nidda ruft zum Wassersparen auf!

Über einen längeren Zeitraum sind nur geringe Niederschlagsmengen zu verzeichnen. Dadurch kann sich das Grundwasser nur eingeschränkt regenerieren. Gleichzeitig steigt bei hohen Temperaturen der Trinkwasserverbrauch, insbesondere durch Garten- und Rasenbewässerung sowie die Befüllung von Schwimmbecken.

Auch die OVAG weist als Lieferant von Trinkwasser auf eine angespannte Situation in ihren Gewinnungsgebieten hin. In einzelnen Gebieten wurden inzwischen Grenzgrundwasserstände erreicht. Die Förderung kann dort nicht uneingeschränkt fortgeführt werden. Für die von der OVAG belieferten Kommunen bedeutet dies, dass die verfügbaren Liefermengen begrenzt sind.

Das Trinkwasserversorgungsnetz der Stadt Nidda umfasst rund 140 Kilometer Hauptleitungen. Die Zuspeisung erfolgt über die eigenen Tiefbrunnen der Stadt Nidda sowie über das Fernwassernetz der OVAG.

Einige Ortsteile werden über eigene Wassergewinnungsanlagen versorgt. Dazu gehören fünf Tiefbrunnen in Ober-Lais, Stornfels, Ulfa, Ober-Schmitten und Michelnau sowie acht angeschlossene Hochbehälter zur Zwischenspeicherung des Trinkwassers.

Gleichzeitig ist Nidda auf die Fremdwasserversorgung angewiesen. Rund 58 Prozent des benötigten Trinkwassers werden über die Fernwasserleitungen der OVAG bereitgestellt. Die Übergabe erfolgt an entsprechenden Übergabestellen im Stadtgebiet; von dort wird das Wasser über das rund 140 Kilometer lange städtische Trinkwasserhauptnetz weiterverteilt.

Die Kombination aus eigener Wassergewinnung und Fremdwasserversorgung bildet eine wichtige Grundlage für die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Situation, dass zusätzliche Mengen nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen

Die von der OVAG gemeldeten Grenzgrundwasserstände zeigen, dass die vorhandenen Wasserressourcen derzeit stark beansprucht werden. Längere niederschlagsarme Phasen begrenzen die natürliche Grundwasserneubildung, während gleichzeitig mehr Wasser entnommen wird.

Die Entwicklung ist daher ein deutliches Signal, den Trinkwasserverbrauch dort zu reduzieren, wo auf die Nutzung von Trinkwasser verzichtet werden kann.

Die Stadt Nidda ruft die Bevölkerung zu einem verantwortungsbewussten und sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf und setzt zunächst auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, um Verbrauchsspitzen zu reduzieren und die vorhandenen Wasserressourcen zu schonen.

„Wir möchten frühzeitig für die aktuelle Situation sensibilisieren. Es geht ausdrücklich noch nicht darum, einen Trinkwassernotstand auszurufen oder verbindliche Verbote anzuordnen. Unser gemeinsames Ziel muss vielmehr sein, durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser dazu beizutragen, dass es möglichst gar nicht erst dazu kommt“, erklärt Bürgermeister Thorsten Eberhard.

Die Stadt Nidda bittet insbesondere darum:

  • Rasenflächen möglichst nicht zu bewässern und Gartenpflanzen nur bei tatsächlichem Bedarf zu gießen.
  • Für die Gartenbewässerung nach Möglichkeit Regenwasser oder geeignetes Brauchwasser zu verwenden.
  • Bewässerungen möglichst auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.
  • Auf das Befüllen und Nachfüllen privater Pools und Schwimmbecken mit Trinkwasser zu verzichten.
  • Das Abspritzen von Wegen, Hofflächen, Terrassen und ähnlichen Flächen mit Trinkwasser zu vermeiden.
  • Fahrzeuge nicht mit Trinkwasser außerhalb geeigneter Waschanlagen zu waschen.
  • Öffentliche, betriebliche und sportlich genutzte Grünflächen nur im notwendigen Umfang zu bewässern.
  • Trinkwasser im Haushalt bewusst einzusetzen und Leckagen schnellstmöglich zu beseitigen.


Viele dieser Nutzungen können im Falle eines festgestellten Trinkwassernotstands durch die städtische Gefahrenabwehrverordnung eingeschränkt oder untersagt werden. Derzeit handelt es sich jedoch ausschließlich um einen vorsorglichen Appell und nicht um verbindliche Verbote.

Die Stadt Nidda beobachtet die Entwicklung der Wasserverfügbarkeit und des Trinkwasserverbrauchs aufmerksam und bezieht die eigenen Wassergewinnungsanlagen im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten in die Versorgung ein.

Deshalb kommt es jetzt darauf an, unnötige Verbrauchsspitzen zu vermeiden und die vorhandenen Wasserressourcen zu schonen.

„Mit dem Erwerb der Brunnen der SPO in Ober-Schmitten im Januar dieses Jahres verfolge ich weiter das Ziel, die Abhängigkeit von der Fremdwasserversorgung durch die OVAG in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren und einen Großteil des Wasserbedarfs künftig durch eigene Förderung zu decken“ so Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard abschließend.