Nidda Marktplatz

Grünes Licht für Hallenbad-Neubau:

Die Stadt Nidda hat alle wichtigen Genehmigungen für das neue Hallenbad in der Tasche. Dennoch können die Abriss- und Bauarbeiten auf dem Gelände aktuell noch nicht starten. Der Grund dafür sind strenge Regeln eines Bundesförderprogramms, die den Zeitplan maßgeblich bestimmen.

Wichtige baurechtliche Schritte sind geschafft

Hinter den Kulissen haben die Stadtverwaltung und das beauftragte Planer-Team die Hausaufgaben gemacht und das Projekt zügig vorangebracht. Bereits im Mai 2025 wurde der Abbruchantrag für das alte Hallenbad eingereicht, die Genehmigung lag im Juli 2025 vor. Nur zwei Monate später, im September 2025, folgte der Bauantrag für das neue Schwimmbad. Seit Januar 2026 ist auch dieser offiziell von der Bauaufsicht genehmigt. Damit ist der rechtliche Rahmen für das neue Bad komplett gesichert.

Millionenförderung im Visier und neue Bewerbung läuft

Parallel zur Planung kümmert sich die Stadt um die finanzielle Unterstützung für das Millionenprojekt. Ein erster großer Erfolg steht schon fest: Das Land Hessen steuert über das Förderprogramm „SWIMplus“ eine Million Euro zum Neubau bei.

Um weitere Gelder zu sichern, hatte sich Nidda zudem beim Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beworben. Im Mai dieses Jahres kam jedoch eine Absage aus Berlin. Der Grund war kein mangelndes Interesse – der Bund bescheinigte dem Projekt sogar eine „besondere Förderwürdigkeit“ –, sondern eine enorme Überzeichnung des Topfes. Bundesweit gab es über 3.600 Anträge für ein Budget von 333 Millionen Euro. Am Ende erhielten nur 314 Projekte den Zuschlag.

Aufgeben ist für die Stadtverwaltung jedoch keine Option: Im März 2026 hat der Bund ein neues Förderprogramm speziell für Schwimmbäder aufgelegt. Dieses erlaubt in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten am selben Standort – genau wie im Fall von Nidda. Die Verwaltung bereitet die Unterlagen bereits intensiv vor, um die Bewerbung fristgerecht bis zum 19. Juni 2026 einzureichen. Über dieses Programm winken der Stadt bis zu 8 Millionen Euro an zusätzlichen Fördergeldern. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich im September 2026. Ich stehe dazu auch im Kontakt mit den zuständigen Bundestagsabgeordneten und werbe auch in Berlin um entsprechende Unterstützung“ so Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard.

Strenge Förderregeln bremsen den Baustart aus

Dass auf dem Gelände bisher noch keine Bagger rollen, liegt an einer strikten Vorgabe des Bundes: Mit den Arbeiten – und dazu zählt bereits der Abriss des alten Gebäudes – darf erst begonnen werden, wenn der offizielle Förderbescheid vorliegt. Würde die Stadt jetzt schon Aufträge vergeben oder mit dem Rückbau starten, wäre dies „förderschädlich“. Die Folge: Nidda würde jeglichen Anspruch auf die Bundesmillionen sofort verlieren. Diese Regel galt schon beim ersten Anlauf und bleibt auch für das neue Verfahren bestehen.

Um diese riesige finanzielle Chance nicht zu gefährden, muss die Stadt den Bescheid im Herbst abwarten. Das Ziel steht jedoch felsenfest: Die Stadt Nidda treibt den Neubau des Hallenbades mit aller Kraft voran und bereitet im Hintergrund alles so weit vor, dass nach der Förderzusage sofort die Bagger rollen können.