Foto Rathaus Eingang

Ortsbeirat besichtigt geschädigte Bäume

Mit dabei war Stadträtin Monika Eckhardt, die innerhalb des Magistrats nun Ansprechpartnerin für
Unter-Widdersheim ist. Außer den drei Dürresommern hat auch der Befall der Eschen mit einer
neuen Krankheit extreme Auswirkungen auf den Baumbestand.

Einige Eichen, Hainbuchen und Weißdornbüsche haben deutliche Trockenheitsschäden, manche sind
bereits abgestorben. Den Eschen macht ein Pilz zu schaffen, der sich in den letzten Jahren in Europa
ausgebreitet hat. Das sogenannte Eschentriebsterben greift von den Blättern über die Äste auch auf
den Stamm über.

Eine Bekämpfung ist bisher nicht möglich. Sehr viele Bäume am Hang des Klappersbergs sind Eschen, die sich als Sämlinge in den letzten Jahren und Jahrzehnten in den Hecken oberhalb des Dorfes entwickelt haben. Fast alle Eschen zeigen auch nach dem Laubfall noch mehr oder weniger deutliche Krankheitssymptome wie abplatzende Rinde an Stamm und Stammfuß oder abgestorbene Kronenteile. Eine deutliche Verbesserung ist bei solchen Bäumen nicht mehr zu erwarten. (Die Forstwirtschaft rechnet mit nur einer geringen Zahl resistenter Bäume, die vital bleiben und aus deren Samen man vielleicht in ein paar Jahren neue Eschen ziehen könnte.)

Wegen der kranken Bäume stehen in den nächsten Jahren in Unter-Widdersheim auch einige
Fällungen oberhalb der Straße „Am Klappersberg“ an. Die Beauftragung dieser sehr schwierigen
Fällung am Hang übernimmt ganz überwiegend der Wetteraukreis, da es sich um Flächen handelt, die
über das FFH-Gebietsmanagement betreut werden. Zuerst wird dort eine Maßnahme durchgeführt,
wo demnächst ein Zaun gezogen werden soll. Damit die absterbenden Eschen nicht schon kurz
danach Schäden an diesem neuen Zaun verursachen, sollen sie in den nächsten Wochen gefällt
werden.

Auch eine tote Eiche am Rand einer Obstwiese wird im Rahmen dieses Auftrags gefällt. Eine
große abgestorbene Esche in einen Feldgehölz müsste über die Stadt Nidda beauftragt werden.
Durch Trockenheitsschäden abgängige Hainbuchen stehen auf privaten Grundstücken und sollten
von deren Eigentümern gefällt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Den größten
Umfang haben aber die Fällungen der Eschen am Hang, von denen die größte einen
Stammdurchmesser von ca. 50 cm hat.

Im kommenden Sommer soll im Rahmen einer weiteren Begehung darüber beraten werden, welche
Eschen so krank erscheinen, dass sie im darauffolgenden Winter gefällt werden sollten. Da dann Laub
an den Bäumen ist, lassen sich Unterschiede in der Vitalität der Bäume sehr viel leichter beurteilen.
Nähere Informationen unter 06043-8006-259 oder k.baer@nidda.de.