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Nidda-Ufer: Wettbewerbssieger stehen fest – Preisverleihung am 27.06.2023

Die Preisverleihung wird am 27. Juni um 17 Uhr im Foyer des Bürgerhauses Nidda durch Bürgermeister Thorsten Eberhard vorgenommen. Danach werden die eingereichten, spannenden Arbeiten für eine Woche in einer Ausstellung im Bürgerhaus Nidda zu sehen sein und sind der Allgemeinheit in der Zeit von 08.00 bis 20.00 Uhr täglich zugänglich.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs dienen nun als Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Unmittelbar anschließen wird sich ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträger:innen für das sie ihre Entwürfe überarbeiten müssen. Denn die Umsetzung einer solchen Planung, die mit weitreichenden Änderungen einhergeht und Abstimmungen mit zahlreichen Fachbehörden und vielleicht sogar Veränderungen im Straßenverlauf erfordert, kann schon aufgrund begrenzter Haushaltsmittel nur abschnittsweise angegangen werden. Schon von daher müssen nun Abschnitte gebildet und priorisiert werden, die den Fluss in der Mitte unserer Stadt erlebbar machen und das möglichst schon zur Landesgartenschau.  

Das Preisgericht wählte den Entwurf von Gerko Schröder (Treibhaus Landschaftsarchitektur Hamburg) zum Gewinner des Wettbewerbs. Es setzte sich aus Vertretern der Stadt Nidda, darunter Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck, Stadtrat Hans-Georg Lang und Harald Bechstein (Fachdienstleitung Bauverwaltung a. D.), sowie vier Fachpreisrichter (Raimund Haase, Landschaftsarchitekt; Pablo Hildebrandt, Architekt und Stadtplaner; Prof. Dr. Grit Hottenträger, Landschaftsarchitektin; Wolfgang Schück, Landschaftsarchitekt) zusammen. Das Preisgericht lobte insbesondere die gestalterische Umsetzung des Entwurfs, der u. a. eine Landschaftsbrücke mit Pergola, Sitzstufen am Wasser, eine Kneippanlage, ein Café am Trafoturm sowie einen Spielplatz vorsieht.

Zudem entschied sich das Preisgericht, statt eines dritten Platzes zwei zweite Preise zu vergeben. Dabei handelt es sich um  club L94 Landschaftsarchitekten GmbH aus Köln und bierbaum aichele Landschaftsarchitekten Part.GmbB aus Mainz. Das Preisgeld beträgt insgesamt 45.000 Euro.

Im 2019 für die Stadt Nidda erstellten „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ wird das Entwicklungsgebiet Schillerstraße als Fördergebiet im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ benannt. Vom zentralen Leitbild „NIDDA - STADT AM FLUSS, ERSCHLIESSUNG DER POTENTIALE“ ausgehend, wird das übergeordnete Ziel, die vorhandenen Potentiale des städtisch geprägten Kernbereichs und die Nähe zur Nidda zu erschließen und miteinander zu verknüpfen, auch im ISEK aufgegriffen.

Der Kernbereich von Nidda soll nicht nur an heutige, sondern auch an zukünftige Anforderungen in baulicher, energetischer, funktionaler und gestalterischer Hinsicht angepasst und entsprechend entwickelt werden. Gleichzeitig soll eine Aufwertung und Neugestaltung der Freiräume die Attraktivität des Gebietes steigern und zur Integration des Gewässers in das städtische Leben beitragen. Die Größe des Wettbewerbsgebiets umfasst daher rund 2,8 ha, wobei es im städtebaulichen Teil des Wettbewerbs insbesondere darum ging, konzeptionelle Aussagen zu möglichen Raumkanten zu treffen.

Der Wettbewerb wurde durch das Planungsbüro PlanES, Elisabeth Schade aus Gießen betreut. Die Beurteilung erfolgte anhand verschiedener Kriterien wie Qualität, Identitätsstiftung und Nachhaltigkeit des Gesamtkonzepts, Qualität der gestalterischen Umsetzung, Einhaltung des klimaökologischen Leitbildes, Integration in das Umfeld, Funktionserfüllung, Wirtschaftlichkeit und technische Realisierbarkeit sowie Planungs- und baurechtliche Umsetzbarkeit.